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25.05.2021, 17:41 Uhr | Carsten BÜTTINGHAUS beim HIF Sägewerk Hemsbünde
Bauholz ist knapp!
Carsten BÜTTINGHAUS beim HIF Sägewerk Hemsbünde
Hemsbünde. Die Holzknappheit in Europa und somit auch in den Baumärkten im Heidekreis und in Rotenburg führt zu erheblichen Engpässen bis hin zu den Endabnehmern.

Deswegen leistete der CDU-Bundestagskandidat Carsten Büttinghaus dem Sägewerk HIF einen spontanen Informationsbesuch ab: "Wenn Betriebe ihr Material nicht schnell genug bekommen, kann es sein, dass viele trotz Bauboom in der Corona-Zeit Kurzarbeit anmelden und damit den Finanzhaushalt belasten müssen," sorgt sich Büttinghaus.

Der Grund für die Holzknappheit und den damit einhergehenden Preisanstieg ist die enorme Nachfrage aus dem Ausland. Viele große Sägewerke exportieren derzeit massiv vor allem Nadelrundholz nach China und in die USA.

Carsten Büttinghaus im Gespräch mit Jan Stoll

„Wir haben wahrlich turbulente Zeiten. Die Zahlen steigen und fallen zu rasant, gerade geht es wieder nach oben. Der Preis am Holzmarkt ist in den letzten Monaten heftig angestiegen. Das ist für viele Branchen spürbar. Insbesondere das Qualitätsholz wird knapp.“ bestätigt Geschäftsführer Jan Stoll.

Büttinghaus' Lösungsvorschlag wäre, dass die deutschen Betriebe ihren Bedarf an Holz-Kubikmeter rechtzeitig anmelden und erst dann der Rest exportiert wird. "Allerdings wurde in den letzten Jahren der Holzpreis dermaßen in Deutschland gedrückt, dass viele Werke ihren geschäftlichen Fokus ins Ausland gerichtet haben," so Büttinghaus. Zu überlegen ist demnach eine faire Preisanpassung.

„Wir sind hier ein Familienbetrieb und haben immer ganz reell gewirtschaftet. Zudem sind wir im Laubholzbereich aktiv. Hier ist die Lage zwar ähnlich, jedoch weit nicht so turbulent wie gerade beim Nadelholz. Unser Betrieb liefert den Rohstoff für Bodenbeläge oder Gebälk in bearbeitungsfertigem Zustand. Hauptsächlich Eiche, aber auch mal Esche oder Buche. Wir sind Experten in diesem Bereich."

Mit Sorge betrachtet Stoll auch die zunehmende Globalisierung, wenn es um die Wertschöpfung geht: "Wir müssen darauf achten, auch die regionalen Betriebe, insbesondere in Land- und Forstwirtschaft zu erhalten. Unser Holz sollte auch in der Region verarbeitet werden, Europa geht natürlich auch. Mir geht es darum die Wertschöpfunskette in der Region zu belassen.“ mahnt Stoll mit Blick auf die Rohstoffaufkäufe, insbesondere aus dem asiatischen Raum heraus, an.

Büttinghaus und Stoll sind sich einig, dass es zur Umsetzung von klima- und umweltpolitischen Herausforderungen einen großen Ansatz und es weniger von ideologischen, als vielmehr von pragmatischen und nachhaltigen Lösungsansätzen bedarf. "Es ist eine Menschheitsaufgabe, welche uns alle betrifft. Und Holz wird uns auf diesem Weg noch lange begleiten," so Carsten Büttinghaus, der selbst aus einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb stammt.

Ihr

Carsten Büttinghaus

 

aktualisiert von David C., 25.05.2021, 17:46 Uhr

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