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07.05.2018, 09:31 Uhr
Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast in Rethem
Antworten zu drängenden Fragen gegeben
So viele Menschen auf einmal hatten sie noch nicht gesehen. Die Milchkühe von Simon Kopmann aus Wohlendorf schauten neugierig aus ihrem Stall, als am 2. Mai rund 150 Gäste auf dem Hof des Landwirtes zusammenkamen. Grund war der Besuch der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Sie war der Einladung der Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper und des CDU Samtgemeindeverbands Rethem, unter dem Vorsitz von Renate Rodewald, gefolgt, um über die aktuelle Situation der Landwirtschaft zu diskutieren. Neben den Kühen, bei frischer Landluft, einer Bratwurst und kühlen Getränken, stand sie den Anwesenden, zwei Stunden lang, Rede und Antwort.
v.l.n.r.: Gudrun Pieper MdL, Ministerin Barbara Otte-Kinast, Renate Rodewald, Gerd Engel
Rethem - Als ‚Fürsprecherin der landwirtschaftlichen Betriebe‘, wie sich Otte-Kinast selbst bezeichnet, liegen ihr die Landwirte besonders am Herzen. „Ich sehe es als meine Hauptaufgabe, die Landwirtschaft zu stärken“, so Otte-Kinast. Dabei nahm sie kein Blatt vor den Mund und berichtete, dass die Erwartungen in sie, riesengroß seien und der Spagat zwischen Politik und eigenem Betrieb oft schwer. Zur Frage nach dem Umgang mit Glyphosat, bezog die Ministerin eindeutig Stellung: „Es kann nicht sein, dass Glyphosat verboten wird, ohne den Landwirten Alternativen zu bieten. Es ist erforderlich, dass neue Pflanzenschutzmittel schneller zugelassen werden.“ Natürlich sei es richtig zu sagen ‚Was der Biene schadet, muss vom Markt‘. Doch ohne Alternativen wären es die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe, die über kurz oder lang verlieren würden. Viele Landwirte haben heute schon das Vertrauen in die Behörden verloren. Die Umsetzung der FFH-Gebiete käme einer Enteignung gleich, machten einige Besucher ihrem Ärger Luft. Sie informierten die Ministerin, dass die Auflagen in verschiedenen Landkreisen über die 1:1 EU-Umsetzung hinausgingen und so die Bewirtschaftung der Flächen stark eingeschränkt würde. Barbara Otte-Kinast verwies auf die Waldbesitzer, die von dem Vorgehen ebenfalls betroffen seien und nun eine Klage eingereicht hätten. Sie bat in dieser Thematik um Unterstützung der Betroffenen: „Schicken Sie mir Beispiele, wo die Auflagen über die EU-Richtlinien hinausgehen. Nur so können wir richtig agieren. Schlimmstenfalls werden die neu entstehenden riesigen Naturschutzgebiete unsere Landwirte in ihrer Existenz bedrohen.“ Simon Kopmann berichtete den Anwesenden zudem von der sinkenden Wertschätzung der Bevölkerung den Landwirten gegenüber: „Was ich heute teilweise erlebe ist erschreckend. Erst zum kurzem bin ich von vorbeifahrenden Radfahrern massiv beschimpft worden.“ Ähnliche Vorfälle seinen auch bei anderen Landwirten an der Tagesordnung. „Alles was wir hier tun, ist zum Wohle unserer Tiere“, wirbt Kopmann um Verständnis. „Wir arbeiten jeden Tag 12-14 Stunden, schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und ernähren letztlich die Bevölkerung.“ Das alles müsse der Öffentlichkeit zukünftig deutlicher vermittelt werden. Wer heute in seinen Betrieb investiere, tue dies ausschließlich zum Tierwohl. Leider würde man häufig von der Bürokratie ausgebremst. Besonders auf die junge Generation wirke dies demotivierend. Otte-Kinast fügte hinzu, dass Landwirte, genauso wie die so oft verkannten Jäger, einen großen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz leisten. Sie sieht es als notwendig an, diese Problematik in den Gremien Bauen, Umwelt und Landwirtschaft zu diskutieren, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Die Ministerin betonte abschließend: „Wir haben eine tolle Landwirtschaft hier in Niedersachsen. Doch wir müssen jetzt politische Rahmenbedingungen schaffen, damit wir auch für die nächsten zehn Jahre planen können und damit unsere Kinder wieder sagen werden: Meine Mama ist Bäuerin und ich bin stolz darauf.“ Gudrun Pieper wies im Anschluss darauf hin, dass zurzeit auf EU-Ebene die neuen Verhandlungen für die künftigen Förderprogramme beginnen. „Als Vorsitzende des Europa-Ausschusses werde ich immer über die neusten Entwicklungen informiert. Die Förderinstrumente eröffnen hoffentlich Chancen für konkrete Hilfen, die auch die Landwirtschaft betreffen und damit unseren Heidekreis stärken können.“
07.05.2018, 09:39 Uhr

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