Nicht nur Klarheiten für die Munsteraner haben die Ausführungen des Verteidigungsministers zur Zukunft der Bundeswehr gebracht. Munsters Offizielle bewerten das Ergebnis für die Standort-Zukunft unterschiedlich; Bürgermeister Köthe zeigt sich enttäuscht und überrascht.
Ein Grund für die CDU-Munsters; Position zu beziehen.
Die Vielfalt der Truppenteile macht das Rechnen mit Soldatenzahlen nicht einfach. Hinzu kommt, daß Teile der Veränderungen schon vorweggenommen worden sind, indem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung längst nicht mehr 6200 Soldaten in Munster stationiert waren.
Die wirkliche Verminderung der Soldatenzahl ist also geringer.
Jeder Wandel birgt aber nicht nur Gefahren und Niedergang, sondern auch Chancen.
Politik ist das Reagieren auf Ereignisse; sie ist bedingt planbar.
Für die Soldaten jedenfalls und ihre Familien ist ihre Zukunft einerseits planbarer geworden, andererseits auch nur bedingt leichter, weil Standortwechsel ihr Leben belasten.
Stadtverbandsvorsitzernder Gerd Engel faßt die Veränderungen wie folgt zusammen: 1. Die
Heeresflugabwehrkräfte am Ausbildungszentrum: schon versetzt. Aber auf der Liste stehen sie noch:
Um die 250 Soldaten.
2. Dass die
beiden selbständigen Kompanien bei der Brigade: Ungefähr 450 Soldaten.
3. Veränderung beim
Logistikbataillon 141. Das bedeutet:
rund 200 Soldaten minus.
4. Ebenfalls seit längerem Eingeweihten bekannt war, dass die
Gruppen Weiterentwicklung aus allen Schulen Rund 70 Soldaten.
5. Durch das
Aussetzen der Wehrpflicht fallen im Standort zumindest
zwei Rekrutenkompanien weg. 6. Und wenn dann noch
ein gewisser Anteil an Dienstposten von nur Wehrpflichtigen berücksichtigt wird, der nicht mehr nach besetzt wird, kommt schon eine Zahl von
über 1000 Soldaten und Soldatinnen zusammen.
Den ausführlichen Text der Stellungnahme sehen sie hier