„Die Munsteraner stehen hinter ihrem Gymnasium!“, so das Fazit des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Sorge nach der Unterschriftenaktion auf dem Marktplatz am Ostersamstag.
In 2 Stunden kamen beinahe 100 Unterschriften gegen die geplante Änderung des Schulgesetzes (s. Extra-Kasten) zusammen. Mit der Unterstützung der Petition „Frau Ministerin, erhalten Sie unsere schulische Vielfalt und das Elternrecht auf freie Schulwahl!“ wollen die Christdemokraten der Örtzestadt ein Zeichen setzen. CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Engel erklärte: „Das Gymnasium ist für Munster ein wichtiger Standortfaktor gerade für junge Familien. Die Lehrkräfte leisten dort hervorragende Arbeit, deshalb muss das Gymnasium erhalten bleiben!“ Bisher haben fast 18.000 Niedersachsen die Petition gezeichnet. Munsteraner Ratsmitglieder der SPD sucht man unter den Zeichnern vergebens.
Die Petition zum Erhalt der schulischen Vielfalt behandelt drei Kernthemen:
1.Die Integrierte Gesamtschule (IGS) soll zu einer Schulform werden, die alle anderen Schulformen „ersetzen“ kann. Damit erhielten die Schulträger das Recht, jede Haupt-/Realschule, jede Oberschule, jedes Gymnasium und jede Kooperative Gesamtschule (KGS) zu schließen und durch eine IGS zu ersetzen. Eltern hätten dann keine Möglichkeit mehr, die für ihre Kinder geeignete und gewünschte Schulform zu wählen – alle Kinder gingen dann auf die IGS.
2. Zweieinhalb Stunden Fahrtzeit täglich zum nächsten Gymnasium sollen zumutbar sein. Dann bräuchte nicht mal jeder Landkreis ein eigenes Gymnasium.
3. Die Förderschulen Sprache und Lernen werden im neuen Schulgesetz nicht mehr aufgeführt und damit abgeschafft.
Die Zeichner der Petition setzen sich gegen die Einführung der IGS als ersetzende Schulform, die Ausweitung der zumutbaren Fahrtzeiten sowie die Abschaffung der Förderschulen Sprache und Lernen ein. Noch bis zum 8. Mai hat man die Möglichkeit, sich der Petition anzuschließen. Den aktuellen Zwischenstand kann man unter cdunds.de/schulpetition einsehen.