Rentner dürfen mehr dazuverdienen
Vorstandsmitglied der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Bundesvorstandsmitglied der CDA:
"Das Gesetzespaket im Ganzen ist gut gelungen, doch in einzelnen Punkten muss im Interesse der Arbeitnehmer noch nachgebessert werden. Das betrifft vor allem die neue Zuschussrente: Selbstverständlich ist es richtig, Geringverdienern im Alter eine Grundsicherung zu gewähren. Insbesondere Zeiten der Kindererziehung sowie der Pflege von erkrankten Angehörigen sollten aber höher angerechnet werden. Man muss hierbei auch generell bedenken, dass berufliche Lebensläufe in Zukunft viel mehr von Berufswechseln und stetiger Weiterbildung, ganz im Sinne des lebenslangen Lernens, geprägt sein werden. Deshalb wird es zunehmend schwieriger werden, als Arbeitnehmer die für die Zuschussrente vorgeschriebenen - 40 Versicherungsjahre vorweisen zu können.
Die zusätzlichen Rentenzahlungen sollten daher nach einem zeitlich abstuften Auszahlungsmodell erfolgen.
Angesichts sinkender Rentenleistungen ist es außerdem notwendig, dass die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Rentner steigen. Die neu geplante Kombirente, die einen stufenlosen Mix aus Rente und Lohn vorsieht, ist hier der richtige Weg, um das Risiko für Altersarmut zu reduzieren. Auch Selbstständige werden von den Neuregelungen profitieren, denn die Regierung will eine passgenaue Altersvorsorgepflicht einführen, um diesen Personenkreis besser gegen Altersarmut abzusichern, z.B. durch Insolvenzschutz. Im Gesetzentwurf müssen allerdings die Belange von Selbstständigen mit kleinen Einkommen noch stärker berücksichtigt werden."