CDU Stadtverband Munster

Preiswerten Wohnraum nicht energetisch wegsanieren

Die energetische Gebäudesanierung darf nicht dazu führen,
 dass auf breiter Front Bezieher geringerer Einkommen gezwungen werden, auszuziehen, weil die Kaltmieten infolge der Umlage der Sanierungskosten stark ansteigen. Darauf hat der Vorsitzende Max Matthiesen in einem Antrag zum diesjährigen CDU-Landesparteitag noch einmal hingewiesen.
Dazu ist die Unwucht zwischen der Förderung erneuerbarer Energien zu Lasten der Förderung der energetischen Gebäudesanierung zu beseitigen. Zurzeit wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit ca. 465,-- Euro gefördert, um eine Tonne CO2 zu vermeiden. Bei der energetischen Gebäudesanierung sind es noch nicht einmal 70,-- Euro. Gleichzeitig sind insbesondere in Ballungsgebieten bei Neuvermietungen deutliche Mietsteigerungen zu verzeichnen. Nach neuen Zahlen des statistischen Bundesamtes müssen Verdiener mit einem Nettoeinkommen bis zu 1300,-- Euro für das Wohnen monatlich inzwischen 48,8 Prozent ihres Lohnes aufwenden. Wesentlicher Faktor steigender Mieten sind hohe Investitionskosten für die energetische Sanierung von Wohnungen. Sie werden auf die Mieten umgelegt. Dem ist mit einer deutlichen Ausweitung der Förderung der energetischen Gebäudesanierung auch im Rahmen der Wohnraumförderung entgegenzusteuern. Auch für kleinere Einkommensbezieher muss das Wohnen ein bezahlbares Gut bleiben. In Niedersachsen geben die stark gestiegenen Steuereinnahmen Spielraum für einen Ausbau der Wohnraumförderung