CDU Stadtverband Munster

Stadtgespräch

Bernd Reichelt hatte viele Zuhörer beim Thema Geothermie und Fracking

Bernd Reichelt hat viele Zuhörer
- Geothermie und Fracking war das Thema beim CDU-Stadtgespräch -

Es war die richtige Entscheidung von Frank Stangneth, das CDU-Stadtgespräch zum Thema Geothermie und Fracking in den Saal des Hotel Stadt Munster zu legen. Das Interesse an diesen Fragen war groß und mit Bernd Reichelt, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Munster-Bispingen hätte kein kompetenterer Referent zu diesen emotional aufgeladenen Fragen gewonnen werden können. Zunächst zeigte sich Reichelt überrascht von der großen Zahl der Zuhörer, denn bisher habe bei derartigen Veranstaltungen jeweils Wohnzimmeratmosphäre geherrscht. Weil sich in der Runde Bedauern über den Weggang von Reichelt aus Munster äußerte, gab er gleich zu Beginn bekannt, dass er als Geschäftsführer der Heidegeo GmbH & Co KG,  einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke, bis auf Weiteres im Geschäft und damit in der Verantwortung bleibe. Obwohl Geothermie zunächst einmal mit Fracking nicht in einen Topf geworfen werden dürfe, meinte der Redner, müsse er doch zunächst zu dem seit Jahrzehnten bekannten und angewandten Verfahren etwas sagen. Die Geothermie, eine die Umwelt nicht belastende Technologie, sei durch Fracking  in Schwierigkeiten gebracht worden. Das gelte für das Vorankommen der Planungen, wie für konkrete Vereinbarungen zur Verwirklichung fertig durchdachter Projekte. Dazu beigetragen haben Fehler und menschliches Versagen in der Vergangenheit – als Beispiel nannte er die tragischen Folgen in der Stadt Laufen - , aber auch der amerikanische Film Gasland von Josh Fox aus dem Jahr 2010. So richtig es sei, dass dadurch das Verantwortungsbewusstsein aller wachgerüttelt und gestärkt worden sei, so notwendig sei es, die in Deutschland bisher vernachlässigte Geothermie in das Bewusstsein von Politik und Gesellschaft, von Wirtschaft und Verbraucher zu rücken. Dass bei einigen Menschen tatsächlich Ängste vorhanden sind, zeigte sich in der Diskussion. Hierbei wurde deutlich, dass die Probleme und ungelösten Fragen bei der zivilen Nutzung der Kernenergie negative Auswirkungen bei der Nutzung der Geothermie haben. Man hoffe, in Munster mit dem Projekt voran zu kommen. Man brauche 40 – 45 Millionen EURO und eine feste Vereinbarung mit der Bundeswehr als Abnehmer der zu gewinnenden Energie. Wer helfen könne, diese beiden wichtigen Fragen einer Lösung näher zu bringen, sei willkommen. Das System als solches, dürfe als sicher eingestuft werden, meinte Reichelt auf Nachfrage. Was die Gefahren für das Trinkwasser angehe, so dürften die in die Zehntausende gehenden Bohrungen in oberflächennahe Erdschichten größere Risiken beinhalten, als eine Tiefenbohrung und der Wärmeaustausch in einem geschlossenen System.  Frank Stangneth dankte dem Redner auch für dessen Engagement bezüglich der Verwirklichung eines derartigen Projektes in der Heide und wünschte Bernd Reichelt für seinen weiteren beruflichen Werdegang alles Gute und viel Erfolg.

Fotos:
1. Frank Stangneth (li.) dankt Bernd Reichelt für das aufschlussreiche Referat und für dessen Engagement in Sachen Nutzung von Geothermie in der Heide.
2. Der große Saal im Hotel Stadt Munster war der angemessene Ort, um die Interessenten am Thema Geothermie und Fracking beim letzten CDU-Stadtgespräch zu fassen. (D. Breuer)
Munster, den 9. April 2013

Dietrich Breuer