CDU Stadtverband Munster

Zur Sache

Interview mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Sorge

In einem Interview mit CDU-Munster.de äußerte sich der Sadtverbandsvorsitzende Stefan Sorge zur Nominierung von Mark Söhnholz als Bürgermeisterkandidaten.

StefanSorge, anderthalb Jahre sind Sie nun im Amt. Welche Bilanz ziehen sie?

Der neue Vorstand hat zügig Tritt gefasst und wir arbeiten im Team hervorragend zusammen. Dies gilt auch für die Zusammenarbeit mit der Fraktion im Rat. Da stand zunächst die Landtagswahl und die erfolgreiche Kandidatur des Munsteraners Lutz Winkelmann.
Bei der Bundestagswahl hat die CDU in Munster erheblich über dem Durchschnitt zugelegt und letztlich auch wieder die absolute Mehrheit erreicht. Damit haben wir in Munster einen erheblichen Beitrag zur Direktwahl von Reinhard Grindel in den Bundestag geleistet.  Immerhin kam sein Gegenkandidat aus der Munsteraner SPD.
Und Anfang Oktober – also wie versprochen nach der Bundestagswahl - konnten wir mit Mark Söhnholz als Kandidaten das Ergebnis zum Thema Bürgermeisterkandidatensuche präsentieren.
Ich bin stolz, das mit diesem Vorstand so erreicht zu haben.

Nachdem der Bürgermeister seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur erklärt hat, hat der CDU- Vorstand nun einen parteilosen Kandidaten gekürt. Was waren die Prämissen Ihrer Entscheidung?

1. Unser Vorschlag ist unabhängig von dem Entschluss des Amtsinhabers.
2. Es sollte ein Munsteraner sein, der mit der Stadt auch eine emotionale Bindung hat.
3. Die  Parteizugehörigkeit sollte eine untergeordnete Rolle spielen und das hat sie auch.
4. Ein Kandidat/eine Kandidatin musste es selbst wollen und sich zutrauen.
5. Wir, die CDU Munster müssen von ihm/ihr überzeugt sein.

Wann und wie sind Sie auf Mark Söhnholz gekommen.?

Zunächst hat es niemanden innerhalb der Partei gegeben, der erkennen hat lassen, dass er/sie selbst eine Kandidatur anstrebt (wie das z.B. vor 7 Jahren der Fall war). Es gilt ja die Volksweisheit: Nichts ist so interessant, wie ungeklärte Personalien.  Ich habe ja in der Mitgliederversammlung im März angekündigt, dass wir uns nach der Bundestagswahl dem Thema „Bürgermeisterkandidat“ zuwenden. Innerhalb des Vorstands wurde der Name von Mark Söhnholz schon früh in die Diskussion gebracht. Ich habe dann in einigen Gesprächen mit ihm sein Interesse an einer Kandidatur ebenso zur Kenntnis genommen, wie ich zunehmend überzeugt war, dass ich eine Kandidatur von ihm gegenüber meinen Vorstandskollegen vertreten kann.  Eine Findungskommission hat dann nach gründlicher Diskussion dem Vorstand des Stadtverbandes  einmütig diesen Vorschlag gemacht hat, hinter dem sich der Vorstand ebenso einmütig versammelt hat.

Fürchten Sie nicht Kritik dahingehend, dass er kein Parteimitglied ist?

Nein. Jemanden zu nominieren, nur weil er der Partei angehört, und das möglicherweise noch  von außerhalb Munsters, ist mehr Risiko als Chance. Wir nehmen ja insgesamt einen zunehmenden Konsens der politischen Richtungen insbesondere in der Kommunalpolitik wahr. Entscheidungen werden mehr und mehr einvernehmlich getroffen. Viele Städte suchen z.B. gemeinschaftlich parteiübergreifend einen Bürgermeister. Selbst bundespolitisch sind sich die Parteien doch näher, als sie uns in der Zuspitzung des Wahlkampfes gelegentlich vermitteln. Nehmen Sie nur mal das Beispiel Mindestlohn und Lohnuntergrenze.

Mark Söhnholz ist der Kandidat des Vorstandes der CDU - Munster,
weil wir in den grundsätzlichen Auffassungen nahebeieinander liegen,
weil wir ihm zutrauen, den Herausforderungen der Zukunft im Bürgermeisteramt zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger kompetent zu begegnen
und weil wir überzeugt sind, dass er einen Kommunikationsstil pflegt, der wegbereitend sein kann für Einvernehmen und Kompromisse.
Im Übrigen halten wir ihn für ein überzeugendes Angebot nicht nur an unsere Mitglieder sondern auch an die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.

Erwarten Sie Gegenkandidaturen?

Bisher sind mir keine Interessenten bekannt. Wenn allerdings sich jemand ernsthaft  bewerben will, wäre ich im Interesse der Organisation der Wahlversammlung für eine frühzeitige Anmeldung der Bewerbung dankbar.

Was erwartet der CDU Vorstand vom zukünftigen Bürgermeister?

 Ich erwarte das, was er sich und wir ihm zutrauen, nämlich sich im Bürgermeisteramt  den Herausforderungen zu stellen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und unserer Stadt Munster. Im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der CDU-Munster bzw. der Ratsfraktion den beiderseitigen Willen zum respektvollen Umgang miteinander im Kontroversen am liebsten natürlich in Einigkeit.

Und da sind Sie sicher, dass diese Einigkeit über 7 Jahre hält?

Wie heißt es so schön? Prognosen sind immer schwierig, wenn sie in die Zukunft gerichtet sind. Spaß beiseite, wir vertrauen darauf, dass es eine zielstrebige, sachorientierte Zusammenarbeit geben wird, so wie wir sie mit ihm als Kämmerer bereits gewohnt sind. Er liebt das Spiel mit Argumenten. Und wer gerne debattiert, der ist auch am Ergebnis interessiert und daran, dass im Ergebnis alle Gesprächspartner Gewinner sind.
Zunächst aber sind erst mal die Mitglieder dran, zu entscheiden, ob er der Kandidat der CDU wird.  Dazu haben wir am 2. November zu einer Mitgliederversammlung eingeladen.
Und schließlich entscheiden dann die Bürgerinnen und Bürger im Mai 2014 bei der Wahl über dieses wichtige Amt für unsere Stadt.

Danke für das Interview